Gemälde

In seiner malerischen Forschung verfolgt Jacopo Scassellati einen zutiefst handwerklichen Ansatz, der in ständigem Dialog mit der klassischen europäischen Tradition steht. Jedes Werk entsteht aus einer sorgfältigen Vorbereitung der Untergründe und einer genauen Untersuchung historischer Techniken.

Der Künstler fertigt persönlich Untergründe und Grundierungen an und arbeitet auf Leinwand oder Holz mit mehrschichtigen Vorbereitungen, die Tiefe und Langlebigkeit garantieren. Er bevorzugt die Verwendung natürlicher Pigmente, die oft nach Verfahren der alten Malerei von Hand hergestellt werden und den Oberflächen eine intensive Farbqualität und Materialität verleihen.

Die Farbgebung erfolgt durch aufeinanderfolgende Lasuren, abgestimmte Überlagerungen und mit akademischer Disziplin konstruierte Tonübergänge. Die Zeichnung, ein grundlegendes Element seiner Methode, leitet die Komposition von Anfang an und sorgt für ein Gleichgewicht zwischen formaler Struktur und expressiver Spannung.

Die Bildflächen zeugen von einer ständigen Suche zwischen Licht und Schatten, zwischen physischer Präsenz und spiritueller Dimension. Die Farbgebung ist niemals zufällig: Jeder Farbton wurde ausgewählt, um Erinnerungen, Stille, Sakralität oder narrative Dramatik zu evozieren.

Das Ergebnis ist eine Malerei, die technische Strenge und zeitgenössische Sensibilität vereint, in der die Materie zum Vehikel der Kontemplation und Erzählung wird.

Skulpturen

Jacopo Scassellati ist ein italienischer Künstler, der Ton in den Mittelpunkt seiner skulpturalen Forschung stellt. Seine Werke speisen sich aus der sardischen Tradition und seiner klassischen Ausbildung und verbinden kulturelles Gedächtnis und akademische Strenge in einer persönlichen und wiedererkennbaren Sprache.

Für Scassellati entsteht Kunst als mentaler Prozess, als innere Vision, die durch die bewusste Umwandlung der Materie Gestalt annimmt. Jedes Material wird geduldig untersucht, beobachtet und erprobt, in einem ständigen Dialog zwischen technischem Wissen und intuitiver Sensibilität.

Jede Phase der Arbeit wird direkt von seinen Händen geleitet: von der Vorbereitung der Pigmente und Grundierungen bis hin zur endgültigen Festlegung der Komposition. Dem Beispiel der Meister der Vergangenheit folgend, stellt er selbst natürliche Pigmente her und hält so eine alte Tradition am Leben, bleibt aber gleichzeitig offen für die Erforschung neuer Techniken und Erfahrungen.

Seine Terrakotta-Skulpturen, geprägt von Rissen, Patina und handaufgetragenen Glasuren, tragen die Zeichen der Zeit und der Verwandlung. Sie scheinen aus einer Dimension zwischen Archäologie und Vision hervorzutreten, angesiedelt an einer subtilen Schwelle, an der das Heilige und das Körperliche aufeinandertreffen.